Beitragsvergleich Krankenversicherung

Wie berechnet sich ein Krankenversicherung Tarif?

Gemeinsam ist der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung, dass sie die Aufgabe übernehmen, die Kosten abzusichern, die im Zusammenhang mit Erkrankungen und dem Gesundheitszustand auftreten können. Hierzu gehören alle die medizinischen Maßnahmen und Behandlungen, die ambulant oder stationär durchgeführt werden und dazu dienen, die Gesundheit nach einer Erkrankung oder einem Unfall wiederherzustellen, den aktuellen Zustand zu erhalten oder, sofern möglich, auch durch vorbeugende Maßnahmen zu verbessern. Grundsätzlich handelt es sich bei der Krankenversicherung um eine Pflichtversicherung, die neben der Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung Bestandteil der Sozialversicherung ist. Allerdings kennt das Sozialversicherungswesen zwei Varianten der Krankenversicherung. Die gesetzliche Krankenversicherung richtet sich in erster Linie an Pflichtmitglieder, für die aufgrund eines Arbeitsverhältnisses Versicherungspflicht besteht.

Daneben sind auch diejenigen, die staatliche Unterstützung beziehen sowie diejenigen, die im Rahmen einer Familienversicherung beitragsfrei versichert sind, Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Tarif für die gesetzliche Krankenversicherung berechnet sich anhand des Einkommens. Das bedeutet, dass ein pauschaler Prozentsatz des monatlichen Einkommens als Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung abgeführt wird. Als Obergrenze für die Beitragsberechnung legt der Gesetzgeber die so genannte Beitragsbemessungsgrenze fest, die derzeit bei 43.200 Euro jährlich liegt. Durch das Umlageverfahren, auf dem die gesetzliche Krankenversicherung basiert, ist gewährleistet, dass die Kosten weitestgehend gedeckt werden können, denn die Mitglieder, die aufgrund eines hohen Einkommens auch hohe Beiträge zahlen, tragen die Kosten der Mitglieder mit geringen oder ohne Beitragszahlungen aus. Das Gegenstück stellt die private Krankenversicherung dar, die ausschließlich aus freiwilligen Mitgliedern besteht. Allerdings ist eine Vollversicherung nur dann möglich, wenn der Versicherungsnehmer als Selbstständiger, Freiberufler, Beamter oder Beihilfeberechtigter nicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung ist. Zudem ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung auch dann möglich, wenn das Einkommen als Arbeitnehmer in mindestens drei Jahren in Folge über der Versicherungspflichtgrenze lag. Die private Krankenversicherung legt bei der Beitragsberechnung nicht das Einkommen, sondern persönliche Faktoren des Versicherungsnehmers zugrunde. Zu diesen Faktoren gehören das Alter, das Geschlecht, der Gesundheitszustand bei Versicherungsbeginn sowie der Umfang des gewünschten Versicherungsschutzes und diese Faktoren werden der Höhe der Kosten gegenübergestellt, die der Versicherungsnehmer voraussichtlich verursachen wird.

Dabei steigt die Beitragshöhe analog zu einem höher bewerteten Risiko, beispielsweise durch Risikozuschläge bei vorliegenden Vorerkrankungen, kann allerdings im Gegenzug durch die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung auch gesenkt werden. Ähnliches gilt für die Kosten für eine private Krankenzusatzversicherung. Diese kann abgeschlossen werden, um mögliche Lücken innerhalb des gesetzlichen Krankenversicherungsschutzes zu schließen und ermöglicht auch gesetzlich Versicherten, die Vorteile und die erweiterten Leistungen einer privaten Krankenversicherung zu nutzen. Die Berechnung der Beitragshöhe für die private Zusatzkrankenversicherung entspricht dabei der Berechnung der Beitragshöhe für eine private Krankenvollversicherung, was bedeutet, dass auch hier Faktoren wie Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand, Versicherungsumfang und somit letztlich das Kostenrisiko die Prämienhöhe bestimmen.


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Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 10. Juni 2009 um 16:34 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Informationen zur Krankenversicherung abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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